Der Grund warum wir so lange nichts von uns hoeren liesen ist, dass wir beide in Gedanken mehr zu Hause, als hier in Australien waren. Meine geliebte Omi ist von uns gegangen und das hat uns beide sehr mitgenommen. Ich war kurz davor die Reise zu unterbrechen, gemeinsam entschieden wir dann doch sie fortzusetzen, weil Omi haette das sicher auch so gewollt.
Daniel und ich verbrachten die letzte Zeit daher viel mit Gespraechen, Diskussionen und Nachdenken. Wir beide philosophierten viel ueber das Leben und den Tod und weinten und lachten viel zusammen. Ich bin so froh ihn an meiner Seite zu haben, weil er hat mir viel Kraft und Durchhaltevermoegen in der letzten Zeit gegeben.
Die letzten zwei Wochen waren aber auch sehr abenteuerlich und abwechslungsreich. Wir sind jetzt bereits in Cairns, von wo wir nach Darwin fliegen werden, angekommen und schauen auf eine sehr lehrreiche und bewegte Zeit zurueck:
Nachdem wir Byron Bay verlassen haben und wir einige kleine Zwischenstopps in kleineren nicht so touristischen Orten gemacht haben, kamen wir auch schon nach Hervey Bay fuer unsere Jeep-Safarie auf Fraser Island. Fraser Island ist die groesste reine SandInsel mit vielen Seen. Wir waren eine Gruppe aus 9 Leuten und erkundeten die Insel fuer 3 Tage und 2 Naechte(Campen ohne Dusche wohlgemerkt) mit einem Jeep. Ja, was sollen wir gross sagen – es war pures Abenteuer und viel Spass inbegriffen- wir hatten ueberall Sand, gruben Loecher um auf die Toilette zu gehen mussten stets auf die Dingos aufpassen. Dingos schauen aus wie Hunde, sind aber angeblich sehr gefaehrlich. Der letzte Vorfall wo ein Dingo ein Kind gekiddnapt hat ereignete sich 2001 und die Agenturen warnen sehr heftig davor. Wir hatten so einige Begegnungen mit ihnen, doch zum Glueck sind wir alle noch heile. Nach 3 Tagen auf der Insel mit viel Sand, waren wir dann aber alle froh wieder eine Dusche zu bekommen und wieder eine ordentliche Strasse befahren zu koennnen. Auf Fraser Island kann man nur mit Allradantrieb fahren und dennoch blieben wir immer wieder mal im Sand stecken. Ich hatte ein paar Mal so richtig Todesangst. In unserer Gruppe waren zwei Franzosen und wer schon mal in Frankreich war, weiss wie die dort Autofahren und Einparken. So ungefaehr ist unser lustiger Franzos mit dem Auto gefahren
Nach dem grossen Abenteuer suchten wir wieder etwas Ruhe und wir machten daher einen Stopp in Agnes Water. Agnes water ist ein kleines Dorf, welches aber dabei ist, den Tourismus so richtig anzukurbeln. Man kann viele Aktivitaeten wie Surfen, Schnorcheln, Chopperfahren zu einem superguenstigen Preis machen. Daniel und ich entschieden uns fuer eine Chopperfahrt um die Umgebung zu erkunden. Und es stellte sich als einen wahren Goldgriff heraus. Wir fuhren mit dem Chopper, der bis zu 80 km/h ging, durch die Landschaft, konnten die wilden Kaengaros beobachten und wir fuehlten uns wieder so richtig frei. Wir beide lieben das Gefuehl, selbst in Bewegung zu sein und dabei die Gegend zu erkunden. Der Guide war sehr kompetent und er erzaehlte uns viel ueber die Gegend und die wilden Tiere. Dieser Sonntag war ein sehr gelungener. Vormittag chillten wir auf der Haengematte im Meditationshaeuschen und abends sahen wir den Sonnenuntergang ueber dem Meer, bevor es nach Hause ging mit dem Chopper!
Was wir bisher gelernt haben ist, dass alles Schoene auch ein Ende haben muss. Und so mussten wir nach nur einem Tag in dem wunderschoenen Doerfchen weiter Richtung Airlie Beach. Dort wartete bereits unser Segelboot. Wir haben uns ein sehr geschichtstraechtiges altes Segelboot ausgesucht, mit dem wir fuer 3 Tage die Whitsunday Islands umsegelten. Beide sind wir uns einig, dass diese 3 Tage fuer uns unvergesslich bleiben. Der Trip war eine Mischung aus Abenteuer (Buschwalk), Relaxing und lehrreiche Geschichten von unserem Skipper Andy. Andy ist ein Mensch der andere inspirieren kann. Er lebt seinen Traum und das kann man regelrecht spueren. Bereits seit 7 Jahren lebt er auf See, hat die Welt mit einem Boot umrundet und hat schon so ziemlich alles ausprobiert. (Im Busch gelebt, als Obdachloser in Sydney uvm.) Inspiriert von ihm und von den wunderschoenen Schnorchelausfluegen auf dem Great Barrier Reef ueberdachten Daniel und ich unser Leben. Wir koennens gar nicht oft genug sagen, dass wir so unendlich froh sind, diese Reise gemacht zu haben. Wir lernen hier so viele interessante Menschen kennen und unser Horizont erweitert sich dadurch jeden Tag aufs Neue. Wir wollen nicht mehr laenger eine Rolle spielen, sondern wir wollen unseren Traum leben. Wir versuchen jeden Tag und jeden Moment so zu nehmen wie er ist und versuchen stets das Beste daraus zu machen.
So bevor ich abrutsche und es zu tiefgreifend wird, komme ich wieder zum Thema. Nun sind wir gerade in Cairns und morgen gehts ab in den Regenwald. Wir machen eine gefuehrte Tour nach Cape Tribulation und wir freuen uns schon wahnsinnig darauf. Die Natur und die Tierwelt hier in Australien hats uns einfach angetan. Die Baeume hier sind riesig, wie spielen hier verstecken mit einem einzigen Baum
Sodala, nun seid ihr wieder so einigermassen am laufenden.
Ich hoffe bei euch ist alles o.k. und ihr seid auch alle gesund und munter!
Uns gehts gut und ihr hoert bald wieder von uns!
Bis dahin,
lg von DaNini